Warum die Wildkatze unsere Hilfe braucht
BUND Aktive bei Lockstockkontrolle
(Ludwig Schulz)
Gut 100 Jahre lang war die Europäische Wildkatze aus Baden-Württemberg verschwunden. Die Rückkehr der streng geschützten, scheuen Waldbewohner nach Rheinstetten ist ein Grund zu großer Freude. BUND Aktive beobachten die Entwicklung der Population und machen regelmäßig auf die drohenden Gefahren für ihrem Bestand aufmerksam. Dabei stehen zwei Riskoquellen im Fokus:
Verkehr
Insbesondere im Herbst, wenn sich junge Wildkatzen auf der Suche nach neuen Revieren begeben droht ihnen der Tod beim Überqueren von Straßen. Der BUND setzt sich deshalb für die Umsetzung des Generalwildwegeplans ein, der nicht nur Wildkatzen sichere Querungen bieten würde. Der geplante Wildweg zwischen Durmersheim und Mörsch ist von europäischer Bedeutung und soll einen unfallfreien Weg über die B36, die Bahnlinie und die A5 bieten, wartet aber seit vielen Jahren vergeblich auf seine Umsetzung.
Hybridisierung
Eine unscheinbare Gefahr aus unserer unmittelbaren Umgebung bedroht die Wildkatze: die Hauskatze. Unkastrierte Freigänger können sich mit Wildkatzen verpaaren, was zu einer Vermischung beider Arten führen kann. Die sogenannte Hybridisierung kann langfristig die genetische Eigenständigkeit der Wildkatze gefährden. Außerdem können wichtige ökologische Anpassungen der Wildkatze an ihren Lebensraum verloren gehen.
Durch die Kastration verhindern Haustierhalter die Vermischung von Haus- mit Wildkatzen und vermeiden gleichzeitig, dass noch mehr verwilderte Hauskatzen unter elenden Bedingungen leben müssen. In Baden-Württemberg gibt es inzwischen in mehr als 150 Kommunen Katzschutzerordnungen.
Unsere Petition für eine Katzenschutzverodung können Sie durch die Unterzeichnung der Unterschriftenliste unterstützen oder im Internet unter We Act - https://weact.campact.de/petitions/fur-eine-katzenschutzverordnung-in-rheinstetten?source=rawlink&utm_medium=recommendation&utm_source=rawlink&share=19aa7a1b-cbcc-4139-9b20-bc1980f62fe5